Sachsen

Ausbildung von zertifizierten Natur- und Landschaftsführern im Elbe-Röder-Dreieck

Auf dem Foto ist eine Personengruppe zu sehen, die eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer absolviert hat.

In der LEADER-Region Elbe-Röder-Dreieck werden zertifizierte Natur- und Landschaftsführer ausgebildet. Foto: Elbe-Röder-Dreieck e. V.

Stand:

17.04.2019

Kontakt:

Elbe-Röder-Dreieck e. V.

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • Gesamtkosten: etwa 10.000 Euro
  • ELER: 65 Prozent der Gesamtkosten

Laufzeit:

1. Dezember 2017 bis 1. August 2018

Themen:

  • Bildung, Beratung und Information
    • Umweltbildung
  • Landschaft
  • Naturschutz

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Die Ausbildung zertifizierter Natur- und Landschaftsführer fand von Oktober 2017 bis August 2018 statt und beinhaltete:

  1. die Weiterbildung der teilnehmenden Personen nach anerkannter BANU-Lehrgangs- und Prüfungsordnung für "Zertifizierte Natur und Landschaftsführer" (ZNL) samt Abschluss mit Zertifikat
  2. die Etablierung von einzelnen Teilnehmern als dauerhafte Multiplikatoren für Natur- und Landschaftserleben im Elbe-Röder-Dreieck

Von den 15 Lehrgangsteilnehmern stehen der Region nun dauerhaft sechs Personen als Multiplikatoren für Natur- und Landschaftsschutz zu Verfügung. Die neu geschaffenen touristischen Angebote bringen der Bevölkerung die regionale Naturvielfalt näher.    

Ausgangssituation:

Während das Elbe-Röder-Dreieck über eine Vielfalt hochwertiger Landschaftsbereiche verfügt, ist die organisierte Naherholungsnutzung kaum etabliert. Pauschale touristische Angebote in der Naturlandschaft fehlen. Gleichzeitig gibt es Konflikte um die Nutzungsinteressen rund um das Sperrgebiet Gohrischheide, wo eine Bürgerinitiative die individuelle Naherholungsnutzung vorantreiben möchte.

Inhalt:

Von Oktober 2017 bis März 2018 findet im TGZ Glaubitz eine spezielle Weiterbildung zum "zertifizierten Landschaftsführer" statt. Die vom Regionalmanagement Elbe-Röder-Dreieck initiierte Ausbildung soll zum einen Wissen zu Naturschutzthemen zwischen Zeithain und Großenhain vermitteln. Dafür stehen Themen wie naturkundliche Grundlagen der Region oder Kommunikation und Führungsdidaktik auf dem Programm.

Andererseits sollen Interessierte die Möglichkeit bekommen, sich zukünftig bei Angeboten zum Naturerleben einzubringen. Die Landschaftsführer als Bürger mit Ortskenntnis können sich demzufolge anschließend als Ansprechpartner und Gästeführer für Naturthemen engagieren.

Die Weiterbildungen fanden an zehn Tagen - überwiegend am Wochenende - im Winterhalbjahr 2017/18 statt. Damit war die Teilnahme auch für Vollzeitbeschäftigte interessant. Aufgrund der LEADER-Förderung reduzierte sich der Teilnehmerbetrag von etwa 350 Euro pro Person auf nur 70 Euro.

Die 2016 ins Leben gerufene Plattform "Natur erleben" hat die Grundlage geschaffen, das Naturerleben im Elbe-Röder-Dreieck zu fördern. Erste Ergebnisse sind vier Ausflugstipps in der Region mit Fokus auf landschaftlichen Highlights. Nun folgt die Weiterbildung als zweiter Schritt.

Die Regionalmanagerin Anja Schober: "Seit Jahren besteht die Vision, ortskundige Bürger als Landschaftsführer zu gewinnen. Damit könnten gleichzeitig die Wertschätzung der Schönheit vor der eigenen Haustür gefördert und Angebote zur Naherholung gestärkt werden. Nur wer die Umgebung kennt, wird sie auch schätzen und schützen."    

Perspektiven:

Von den Teilnehmenden konnten sechs Personen gewonnen werden, welche nun als feste Ansprechpartner für Natur- und Landschafsführungen in der Region aktiv sind. Hierzu gibt es einen jährlichen Tourenplan. Das Regionalmanagement kann ebenfalls auf die neuen Multiplikatoren für Natur und Kulturlandschaft zurückgreifen wenn es etwa um die Begleitung von Veranstaltungen geht.   

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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