Sachsen

Sanierung, Umbau & Modernisierung des Pfarrhaus Langenwolmsdorf (HuGO) 2. Bauabschnitt Hauptgebäude

Stand:

18.02.2021

  • Informationen im Netz

Kontakt:

Pfarrlehn Langenwolmsdorf / Ev.-Luth. Kirchgemeinde Stolpener Land

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

Das Bauvorhaben mit Gesamtkosten von 850 000 Euro wurde in drei Bauabschnitte geteilt. Für den ersten Abschnitt – er umfasst das Jugendgebäude, die Sanitäranlagen und den Heizungseinbau – erhält die Kirchengemeinde LEADER-Fördermittel von 125 000 Euro.

Laufzeit:

Seit Januar 2021

Themen:

  • Dorferneuerung und -entwicklung
    • Innenentwicklung
    • Leerstand
  • Gesellschaft und Soziales
    • Jugendprojekte
    • Kirche
  • Kunst, Kultur und Kulturerbe
    • Bauliches Erbe

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Ein ehemaliges Pfarrhaus mit abgeblättertem DDR-Charme ist in Ostsachsen seit vielen Jahren Zentrum für Kinder- und Jugendarbeit. Jetzt wird es fit für die Zukunft – und verwandelt sich in ein neues Zentrum mit Räumen für alle.

Ausgangssituation:

Das ehemalige Pfarrhaus in Langenwolmsdorf, einem Ortsteil der ostsächsischen Kleinstadt Stolpen, ist 200 Jahre alt und steht mitten im Dorf. Seit 2004 nutzt die evangelische Kirchengemeinde das Gebäude für die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit: „Schatzsuche“-Vormittage und Abenteuerwochenenden, Baumhausnächte und ein Jugendcafé – die Aktivitäten und Angebote des Hauses unter Gottes Obhut, kurz HuGO, ziehen Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region an. Geprägt von christlichem Geist und deswegen offen für alle – darauf basiert der gute Ruf des HuGO in der Kommune und bei den Menschen in Langenwolmsdorf.

Inhalt:

Eine starke Vision

Die engagierte Jugendarbeit im HuGO wurde jedoch in den letzten Jahren zunehmend durch den Zustand des Gebäudes beeinträchtigt: Die Einrichtung und die Sanitäranlagen stammten teilweise noch aus DDR-Zeiten, es gab keine Heizung und die Atmosphäre der Räume war eher muffig als jugendlich frisch. Das Grundstück aber war für die Arbeit wunderbar geeignet. Die starke Vision der engagierten Ehrenamtlichen hatte die ungünstigen Rahmenbedingungen lange Zeit ausgeglichen. Als sie von der Möglichkeit einer Förderung durch die LEADER Region Sächsische Schweiz hörten, sahen alle Beteiligten endlich eine Chance, das HuGO für die Zukunft fit zu machen.

Doch der Weg zum erfolgreichen LEADER-Antrag war ein Marathon – durchaus wortwörtlich: Unter dem Motto „Fit fürs HuGO“ nahm der Stolpener Pfarrer Christian Heurich am Dresden-Marathon teil und warb für Spenden, um zusätzliche Mittel für das Projekt einzuholen. Gleichzeitig stimmten sich das LEADER-Regionalmanagement, die Kirchengemeinde und die Landeskirche in Sachsen intensiv ab, um die finanziellen Möglichkeiten abzuklären. Die Verankerung des Projekts in der Region hatte von Beginn an hohe Priorität. So stellte die Kirchengemeinde ihre Vision des neuen HuGO allen örtlichen Vereinen vor und warb um Unterstützung. Auch die Kommune begleitete das Projekt wohlwollend.

Besonderheiten:

Herausgekommen ist mehr als geplant: Eine alte Scheune hinter dem Haus wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dieses Haus wird ein separates Jugendgebäude. Im Haupthaus entsteht ein großer Multifunktionsraum, der im Dorf bisher fehlt. So entstehen breitere Nutzungsmöglichkeiten zum Bespiel für größere Veranstaltungen in Kooperation mit den lokalen Vereinen und der Kommune.  Ansprechende Sanitäranlagen sorgen für wichtige Grundvorrausetzungen und Barrierearmut macht die Arbeit inklusiver.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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