Bayern

Chiemseeart - Kunst in der Landschaft

Stand:

05.04.2011

Kontakt:

Bürgermeister Gemeinde Seeon - Seebruck
Römerstr. 10
83358 Seebruck
Konrad Glück (LAG-Management)
Telefon: 08667 8885-14
Fax: 08667 8885-30
E-Mail: buergermeister@seeon-seebruck.de

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

Die Finazierung wird zu 40 % über Leader, zu 60 % über die teilnehmenden Gemeinden sichergestellt.

Laufzeit:

01.09.2010 bis 31.12.2013

Themen:

  • Gesellschaft und Soziales
    • Jugendprojekte
  • Kunst, Kultur und Kulturerbe
    • Kunst
  • Landschaft
  • Tourismus und Freizeit
    • Tourismuskonzepte
    • Naherholung

Förderperiode:

  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

In einer Zeit, in der die Kommunen ihre Aktivitäten auf die Pflichtaufgaben beschränken, leistet sich die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer-Seenplatte ein breit angelegtes Kunstprojekt. Die Initiative mit dem Titel "Chiemseeart" will die Region zu einem bedeutenden Standort für zeitgenössische Kunst in der Landschaft entwickeln.

Ausgangssituation:

Das Ziel: ein Zentrum für Landschaftskunst
Chiemseeart verspricht zunächst eine willkommene Bereicherung der Kunstszene im Chiemgau. Sie birgt aber auch die Chance einer intensiven Förderung und Vermittlung jenes "sanften" Tourismus, der den einmalig wertvollen Naturraum der Eggstätt-Hemhofer und Seeoner Seenplatte nördlich des Chiemsees für künftige Generationen bewahrt und sichert. Dazu wurde im Jahr 2003 durch Privatinitiative der Verein "chiemseeart – Kunst in der Landschaft" ins Leben gerufen. Pate stand die "Biennale für Kunst in der Natur – Arte Sella" im italienischen Borgo/Valsugana, die sich aus bescheidenen Anfängen seit 1986 zu einem der wichtigsten Kulturereignisse Norditaliens entwickelt hat. "Arte Sella" ist heute durch den lebhaften Kulturtourismus auch ein wesentlicher ökonomischer Faktor.

Inhalt:

Dynamische Entwicklung
Ab Mitte 2004 wurden Künstler aus dem In- und Ausland eingeladen, in der Region der Chiemgauer-Seenplatte zu arbeiten. Zu Beginn hatte der neu gegründete Trägerverein aufgrund interner Differenzen gewisse Anlaufprobleme. Nachdem diese geklärt waren und insbesondere auch das ursprünglich sehr viel ehrgeizigere Ziel eines "europäischen Zentrums für Landschaftskunst" auf eine realisierbare regionale Ebene reduziert worden ist, konnte sich eine lebhafte und weit beachtete künstlerische Tätigkeit entfalten. Öffentliche Veranstaltungen und Künstlerstammtische schaffen die Gelegenheit, über die Objekte hinaus die Akteure persönlich kennen zu lernen und Hintergründe der künstlerischen Arbeit aus erster Hand zu erfahren. Eine sehr aktive Pressearbeit begleitet die Aktion; das Fernsehen sendete schon mehrmals Berichte über "chiemseeart". Ein eigener Internet-Auftritt informiert aktuell und umfangreich über die Aktivitäten unter www.chiemseeart.de und www.chiemseeart.com in seiner englischen Version.

Bis zum Sommer 2006 wurden neun Skulpturen realisiert, in jeder Gemeinde wenigstens eine. Weitere Installationen sind im Entstehen. Besonders positiv ist der Umstand zu werten, dass von den neun Kunstwerken einige ausschließlich durch privates Sponsoring ermöglicht worden sind: "chiemseeart" wählte Künstler und Kunstwerk aus, begleitete die Aktion fachlich und durch Pressearbeit und konnte gleichzeitig das Budget für weitere Kunstwerke schonen. Innerhalb der laufenden Phase Leader in ELER wird ein ergänzendes Projekt umgesetzt. In einem deutlich erweiterten LAG-Gebiet hat sich die Mehrzahl der neu beigetretenen Kommunen entschlossen, im Zuge eines Gemeinschaftsprojekts "chiemseeart II" bis einschließlich 2013 weitere Kunstwerke zu realisieren. 

Ziele:

Mit dem Gemeinschaftsprojekt der LAG "chiemseeart II" wird als Oberziel die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum mit dem Schwerpunkt der Verbesserung und Ergänzung des kulturellen Erbes verfolgt. Als Teilziele dazu werden angestrebt:

  • Förderung der modernen Gegenwartskunst in Verbindung mit der spezifischen Landschaft als Ergänzung der traditionellen und bodenständigen Kultur
  • Baustein zu einem vielfältigen, die Region profilierenden Kulturtourismus
  • Durch Einbinden von Kindern und Jugendlichen in die Entstehung von Kunstwerken (voraussichtlich 6 Schulen) Wecken von Interesse für die Thematik "Kunst"
  • Zugänglichmachen von zeitgenössischer Kunst für die einheimische Bevölkerung (im LAG-Gebiet begünstigt rund 67.000 Einwohner) sowie für eine nicht bekannte Zahl an Gästen

Besonderheiten:

Kinder verstehen und machen Kunst. Wo immer möglich, wurden und werden die Kinder der Region in das Schaffen der Künstler aktiv und intensiv eingebunden. Die Künstler kamen in die Schulen der jeweiligen Standortgemeinden, stellten sich, ihre Arbeiten und Ideen vor und ließen die Kinder im einen oder anderen Fall am Objekt mitarbeiten. Die Künstler begleiteten die Kinder zum Kunstwerk in die Landschaft und erklärten im Gelände die Wechselbeziehungen von Kunst und Umwelt.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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