Bayern

Sicherung des Kirchner-Erbes

Stand:

01.11.2010

Kontakt:

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

Die Finanzierung teilen sich der Projektträger zu 60 % und die Förderung Leader in ELER zu 40 %

Laufzeit:

01.08.2009 - 30.06.2015

Themen:

  • Kunst, Kultur und Kulturerbe
    • Kunst
    • Geschichte, Heimat

Förderperiode:

  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

Im Dorf Pavolding, Gemeinde Seeon-Seebruck, lebte nach seiner aktiven Zeit als Professor an der Münchner Kunstakademie eine bedeutende Persönlichkeit: der Bildhauer Heinrich Kirchner. Seine überlebensgroßen Bronze-Skulpturen sind unverwechselbar in Größe, Form und Aussagekraft. Zusammen mit den Erben wird die Gemeinde Seeon-Seebruck das Wirken des Künstlers dokumentieren und einen Teil seiner Werke für die Nachwelt vor Ort erhalten.

Ausgangssituation:

25 Jahre nach dem Tode des bedeutenden Bildhauers Prof. Heinrich Kirchner und nach dem Ableben seiner Frau Katharina 2007 wurden die Skulpturen Kirchners an seine Nachfahren vererbt. Die Gemeinde bemüht sich, der einheimischen Bevölkerung und den zahlreichen Gästen das vertraute Bild der ausdrucksstarken Bronzeskulpturen, die in die Chiemseelandschaft eingebunden waren, sowie die Ausstrahlung, welche vom Künstler selbst mitsamt dem Anwesen Fischerhof in Pavolding, seinem eigens gewählten Wohn- und Arbeitsdomizil, ausging, zu erhalten.

Inhalt:

Ein erster Schritt ist bereits vollzogen: Im Sommer 2010 konnte die kleine aber feine "Heinrich-Kirchner-Galerie" im Ortszentrum von Seebruck gegenüber dem Römermuseum eröffnet werden. Es enthält eine umfangreiche Sammlung von Modellen, einige Großplastiken sowie eine anschauliche Darstellung seines Schaffens in Form von Texten, Bildern und Filmausschnitten. Das kleine Museum ist Ausgangspunkt für einen Skulpturenweg.

Die bereits 13 Exemplare umfassende Sammlung von Großskulpturen, welche an auserwählten Orten im gesamten Gemeindegebiet aufgestellt wurden, sollen gesichert und im Rahmen eines Radweges zu einem "Skulpturenweg Heinrich Kirchner" verbunden werden. Damit soll dem Wunsch des Bildhauers nach Korrespondenz seiner Skulpturen mit der weiten Landschaft rechnung getragen werden. Erst in der freien Natur kann sich die Atmosphäre des reich strukturierten Alpenvorlands mit der Skulptur und den eingeritzten poetischen Zitaten (wie von Rilke und persönlich formulierten Antworten auf Fragen nach dem Sinn des Lebens und Kritik an dem zerstörerischen Umgang mit der Natur) entfalten.

Ziele:

Ziel der Gesamtmaßnahme und insbesondere des Skulpturenwegs ist es, ein zeitgenössisches Kulturerbe für die Region zu erhalten und den Kulturtourismus in der Gemeinde wie auch allgemein im bisher weniger frequentierten Gebiet nördlich des Chiemsees zu stärken.

Besonderheiten:

Synergieeffekte werden durch eine Vernetzung mit den bereits existierenden "Erlebniswegen", insbesondere dem attraktiven "Archäologischen Rundweg", in der Gemeinde Seeon-Seebruck erzielt. Da auch die Nachbargemeinden das Wegekonzept der LAG umgesetzt haben oder demnächst umsetzen werden, ist eine gute Einbindung und Verknüpfung in der Region gewährleistet.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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