Bayern

Intergenerative Anlaufstelle in der Gemeinde Bergkirchen

Stand:

31.01.2022

Kontakt:

Gemeinde Bergkirchen

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • LEADER-Förderung: 63.587,49 €
  • Gesamtinvest: 148.197,06 €

Laufzeit:

01.10.2015 bis 31.01.2019

Themen:

  • Demografischer Wandel
    • Anpassung
    • Gegensteuern
  • Gesellschaft und Soziales
    • Jugendprojekte
    • Senioren

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Zur Organisation und Koordinierung unterschiedlicher Aufgaben in der Seniorenarbeit sowie der intergenerativen Arbeit wird eine zentrale, intergenerative Anlaufstelle im Begegnungszentrum „Brugger Haus“ in Bergkirchen eingerichtet.

Inhalt:

Zur Organisation und Koordinierung unterschiedlicher Aufgaben in der Seniorenarbeit sowie der intergenerativen Arbeit wird eine zentrale, intergenerative Anlaufstelle im Begegnungszentrum „Brugger Haus“ in Bergkirchen eingerichtet. Eine Projektleitung in Vollzeit soll

  1. Bereits bestehende Angebote und Einrichtungen zusammenführen und zu einer besseren Nutzung bringen, z.B. die Nachbarschaftshilfe koordinieren mit anstaltungen von Seniorenclub, Bürgerhaus-Treffpunkten, VdK, Caritas, PGR etc. und landkreisweit vernetzen. Ein Mobilitätskonzept für Senioren in der Gemeinde Bergkirchen erstellen (26 Ortsteile) unter Einbeziehung des Fahrdiens-tes der Nachbarschaftshilfe, Bergkirchen Mobil etc. Bedarf und Wünsche von Senioren ermitteln, welche Aktivitäten angeboten werden sollen. Ein Programm für Aktivsenioren erstellen (z.B. Wanderungen, Ausflüge, kulturelle Angebote).
  2. Gleichzeitig sollen durch die Projektleitung neue Angebote entwickelt und um-gesetzt werden, um die Gemeinde auf die Herausforderungen des demographischen Wandels vorzubereiten. Die Vereine sollen spezielle Angebote für Senioren entwickeln, z.B. durch die Sportvereine: Angebote für Seniorengymnastik, Bewegung im Alter, Volkstanz, Wanderung mit Senioren z.B. am Maisach-Wanderweg, Herzsportgruppen mit Kardiologen. Angebote von den Theatergruppen, Musikgruppen und Chören der Gemeinde: z.B. Singen mit Senioren, Kinder machen Musik mit und für Senioren. Im neuen Seminarraum des Bruggerhauses können Spielenachmittage für Senioren (z.B. Schafkopf, Schach, Watten etc.) von Vereinen und Jugendlichen angeboten werden. In der Bücherei können Senioren für Kinder vorlesen. Der neue Seminarraum eignet sich gut für medizinische Vorträge und Kurse vom Arzt und Physiotherapeuten, z.B. Gedächtnistraining-Kurse. Die Küche eignet sich gut für Kochkurse für Diabetiker, Kochkurse für Senioren etc.
  3. Zudem erarbeitet die Projektleitung Verbesserungsmöglichkeiten der Mobili-tätskonzepte der Gemeinde, welche passgenau auf die Bedarfe der SeniorInnen angepasst werden (Auslastung Seniorenmobil, AST-System, Bergkirchen Mobil). Ausgangsbasis für Angebote und Vernetzung wird eine gemeinsam mit SeniorInnen und Betroffenen erstellte Bedarfsanalyse sein. Diese soll in regel-mäßigen Abständen aktualisiert werden. Auch soll durch die Projektleitung eine Erstberatung und Weitervermittlung ratsuchender älterer Menschen erfolgen.

Das Büro der Projektleitung wird im Bruggerhaus in Bergkirchen angesiedelt. Dort wird somit eine Anlauf- und Koordinierungsstelle für Seniorenarbeit und dem Aufbau der Generationenarbeit in der Gemeinde Bergkirchen geschaffen. Eine ausgestattete Küche und ein multifunktionaler Seminarraum ermöglichen spezielle Kochkurse, Vor-träge, Workshops und Treffen aller Art.

Es handelt sich um ein Einzelprojekt der Gemeinde Bergkirchen. Das Projekt stellt ein kommunales Folgeprojekt von „Demographie managen“ dar, welches in der vergangenen LEADER-Förderperiode auf landkreisebene umgesetzt wurde und nun bereits in die Nachhaltigkeitssicherung übergegangen ist.

Ziele:

  • Bedarfsanalyse im Vorfeld gemeinsam mit Betroffenen sowie regelmäßige Anpassung der Projektziele an reale Bedarfe der SeniorInnen
  • Verbesserung der sozialen Infrastruktur
  • Bessere Nutzung vorhandener sozialer Infrastruktur durch Bündelung und Vernet-zung
  • Vernetzung bestehender und Schaffung neuer Angebote speziell für SeniorInnen
  • Vernetzung der Vereine und Nachbarschaftshilfen
  • Ausbau des ehrenamtlichen Netzwerks
  • Umsetzung wichtiger Bestandteile des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes auf kommunaler Ebene
  • Sicherstellung der gesellschaftlichen Teilhabe aller Altersgruppen durch bedarfsgerechte Mobilitätschancen
  • Besserer Einsatz des bereits existenten Seniorenmobils
  • Verbesserung und seniorengerechter Ausbau des bestehenden Mobilitätskonzep-tes
  • Schaffung niedrigschwelliger Angebote im Bereich Seniorensozialarbeit
  • Abbau möglicher Barrieren im Zugang zum Altenhilfesystem für ältere BürgerInnen
  • Leisten eines positiven Beitrags zu einer inklusiven Gemeinschaft

Besonderheiten:

Die Kombination von Sozialarbeit mit einem zentralen Ansprechpartner, zugehender Sozialarbeit, Netzwerkarbeit und Bürgerbeteiligung ist für die Gemeinde als auch den Landkreis Dachau neu. Die Verknüpfung der verschiedenen Bereiche wird zum einen den Bedarfen der älteren Menschen gerecht und sorgt zum anderen für eine ständige Aktualisierung in der Einschätzung weiterer Bedarfe an Information, Beratung und Angebotsinteressen der BürgerInnen.

Perspektiven:

Nach der beantragten Förderphase von drei Jahren stellt die Gemeinde Bergkirchen den Fortbestand der Koordinatorenstelle mit mindestens 20 Wochenstunden sicher.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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