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Die Region Diepholzer Moorniederung

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Fläche: 990 km2

Einwohnerzahl: 68523

Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km2

 

Landschaftsart:
Flachland
Nieder- und Hochmoorgebiet

Flächenanteile:
- Land- /Forstwirtschaft: 90 %
- Siedlungen: k.A.
- geschützte Gebiete: 43 %

Abgrenzung der Region

In der Region Diepholzer Moorniederung kennzeichnen großflächige Nieder- und Hochmoore das Landschaftsbild.

Gemeinden in der LEADER-Region
(Gemeinde | Mitgliedsgemeinde in ... | Kreis | Bezirk)

- Affinghausen | Schwaförden | Diepholz
- Bahrenborstel | Kirchdorf | Diepholz
- Barenburg | Kirchdorf | Diepholz
- Barnstorf | Barnstorf | Diepholz
- Barver | Rehden | Diepholz
- Borstel | Siedenburg | Diepholz
- Brockum | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Damme | - | Vechta
- Dickel | Rehden | Diepholz
- Diepenau | Uchte | Nienburg (Weser)
- Diepholz | - | Diepholz
- Drebber | Barnstorf | Diepholz
- Drentwede | Barnstorf | Diepholz
- Ehrenburg | Schwaförden | Diepholz
- Eydelstedt | Barnstorf | Diepholz
- Freistatt | Kirchdorf | Diepholz
- Hemsloh | Rehden | Diepholz
- Hüde | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Kirchdorf | Kirchdorf | Diepholz
- Lembruch | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Lemförde | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Maasen | Siedenburg | Diepholz
- Marl | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Mellinghausen | Siedenburg | Diepholz
- Neuenkirchen | Schwaförden | Diepholz
- Quernheim | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Rehden | Rehden | Diepholz
- Scholen | Schwaförden | Diepholz
- Schwaförden | Schwaförden | Diepholz
- Siedenburg | Siedenburg | Diepholz
- Staffhorst | Siedenburg | Diepholz
- Stemshorn | Altes Amt Lemförde | Diepholz
- Steyerberg | - | Nienburg (Weser)
- Sudwalde | Schwaförden | Diepholz
- Sulingen | - | Diepholz
- Uchte | Uchte | Nienburg (Weser)
- Varrel | Kirchdorf | Diepholz
- Wagenfeld | - | Diepholz
- Warmsen | Uchte | Nienburg (Weser)
- Wehrbleck | Kirchdorf | Diepholz
- Wetschen | Rehden | Diepholz

Stärken und Schwächen der Region

Stärken

Schwächen

Wirtschaft und Infrastruktur
- leistungsstarke Landwirtschaft
- insgesamt günstige (gewerbliche) Betriebsstruktur (flexibel, leistungsfähig, umweltgerecht...)
- Arbeitsplatzangebot
- Zahlreiche Gewerbe- / Industriegebiete
- Radwegeinfrastruktur
- Geringe Personalfluktuation in den Betrieben
- Relativ geringe Gewerbesteuersätze
- Relativ geringe Krisenanfälligkeit der regionalen Wirtschaft (starke Ausprägung der KMU)

Entwicklungspotenziale:
- Mooor vielfältig touristisch nutzbar
- Anknüpfend an Moorschutzaktivitäten aus LEADER II
- Dümmer als touristischer Anknüpfungspunkt
- günstige Bedingungen für Radtourismus
- Bauernhöfe vielfältig touristisch nutzbar
- spezialisiertes Arbeitsplatzpotential im Tourismus erschließbar
- hohe Umwelt- und Lebensqualität als Standortvorteil
- Vernetzung der Angebote und Akteure ausbauen
- Vorarbeiten REK und OFT nutzbar

- geringe Industriedichte
- touristisches Angebot unzureichend
- kein klares touristisches Konzept/Profil und kaum vorhandenes Image
- landwirtschaftlicher Strukturwandel
- ungünstige Arbeitsplatzstruktur (Lohnniveau, Frauen...)
- eingeschränktes Ausbildungsangebot (inbes. im Bereich neuer Technologien...)
- Fachkräftemangel, hoher Pendleranteil
- sich verschlechternde (überregionale) Verkehrsanbindung (Bahn)

Entwicklungshemmnisse:
- verbleibende Lücken in der Infrastruktur
- Verlust an qualifizierten Arbeitsplätzen, weitere Abwanderung junger Erwerbstätiger aus der Region
- unzureichende Nutzung der I+K-Technologien
- Verzicht auf touristische Expansionsmöglichkeiten bei ausbleibenden organisatorischen Neuerungen
- wenig Existenzgründungen
- "Verordnungsboom"
- Naturschutz wird nicht als wirtschaftlicher Vorteil gesehen

Bevölkerung und Soziales
- ehrenamtliches Engagement
- dörfliche Gemeinschaften
- aktive Persönlichkeiten
- Sensibilität für die Natur
- Zusammengehörigkeitsgefühl
- Traditionsbewusstsein und Bodenständigkeit
- starkes Vereinsleben / hoher Organisationsgrad

Entwicklungspotenziale:
- Bereitschaft zur Zusammenarbeit
- Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Landkreis stärken
- gemeindeübergreifenden Gedankenaustausch fördern
- Arbeitsgruppenaustausch LEADER+
- dauerhafte Bindung der (jungen) Menschen an den Lebensraum
- breite grenzüberschreitende Kooperation fördern
- aktive Einbeziehung Benachteiligter
- Verbesserung der Kinder- und Jugendbetreuung
- Vereinen (Mit-)Verantwortung übertragen
- breite regionale Zusammenarbeit, inbes. in den Bereichen Tourismus und I+K-Technologien
- regionalen Qualifizierungsverbund mit der Wirtschaft schaffen

- mangelndes regionales Wir-Gefühl in der gesamten Moorniederung
- Kirchturmdenken
- geringes politisches und rückläufiges soziales Engagement
- fehlende politische Zusammenarbeit
- mangelnde Kooperation auf regionaler Ebene
- Öffentlichkeit an Planungen wenig beteiligt
- Schwerfälligkeit der Verwaltungen
- Grundversorgung teilweise nicht gewährleistet
- teilweise geringes Interesse an ökologischen Fragen
- unzureichende Betreuungsangebote (Überalterung, Vereinsamung, Versorgung)
- mangelnde Transparenz / Vernetzung der Jugendangebote
- mangelnde Vernetzung (Kultur, gesellschaftliche Initiativen)
- Finanzschwäche der Kommunen

Entwicklungshemmnisse:
- parteipolisches Taktieren statt aktivem Handeln
- Zentralisierung von Politik und Verwaltung, Handeln oft am Bürger vorbei
- keine Solidargemeinschaft bei der Finanzierung
- Zerfall familiärer Strukturen
- Zerfall der dörflichen Strukturen (Vereine, Dorfläden, Kneipen...)
- mangelnde Bereitschaft zum Ehrenamt
- mangelnde Kreativität
- mangelnde Flexibilität
- mangelnde Akzeptanz des regionalen Entwicklungskonzptes in der Bevölkerung
- Trend zur Überalterung

Natur und Umwelt
- nahezu einzigartiger Naturraum von internationaler Bedeutung (Flora,Fauna, Vielfalt)
- ausgeglichenes Klima
- Wasserreichtum
- intakte Landwirtschaft
- geringe Sensibilität der Menschen
- Wohnqualität

Entwicklungspotenziale:
- Vernetzung der einzelnen Schutzgebiete
- Lebensraumerhaltung für gefährdete Tiere und Pflanzen, inkl. alter Haustierrassen
- Naturschutzmaßnahmen verbessern (Renaturierung, Dümmersanierung)
- industriellen Torfabbau zurückfahren
- Wiederentdeckung der Region; Natur erlebbar machen
- Region verstärkt für die Naherholung erschließen
- Schulen in den Naturschutz einbinden

- Moore nicht vernetzt
- Artenrückgang nicht gestoppt
- Gewässerqualität teilweise/saisonal verbesserungsbedürftig
- Nutzungskonflikte (Landwirtschaft/Tourismus/Natur)
- ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft noch relativ schwach ausgebildet
- geringe Nutzung regenerativer Energien
- Interessenkonflikte Windenergienutzung
- schlechtes ÖPNV-Angebot / hohe Abhängigkeit vom Individualverkehr

Entwicklungshemmnisse:
- Zersiedlung der Landschaft
- Überbeanspruchung der Landschaft
- Verödung der Landschaft
- Vermüülung der Natur
- Massentourismus
- ungelöste Nutzungskonflikte
- Naturschutz wird nicht als wirtschaftlicher Vorteil betrachtet
- negative Berichterstattung durch unzureichende Öffentlichkeitsarbeit
- fehlende finanzielle Mittel

Kultur
- reichhaltige Kulturlandschaft (Museen, Mühlen,...)
- vielfältige "Alltagskultur" (Sprache, Tiere, Architektur,...)
- Tradition und Traditionspflege
- Geschichte
- Natur/Kulturerlebnisangebote
- professionelles Theater-/Bühnenangebot (Diepholz, Sulingen)
- kein NegativImage

Entwicklungspotenziale:
- Identifikation der Menschen mit der Region
- Wiederentdecken der Region (Sitten, Gebräuche...)
- Verbindung Natur/Kunst herstellen/nutzen
- regionale Besonderheiten erlebbar machen
- Bauernhöfe für Touristen öffnen
- "Phänomene" schaffen (Imageträger)
- Ansätze und Potentiale grenzüberschreitender Kooperationen nutzen
- auf Produkte und Stärken der Region besinnen

- mangelnde kulturelle Angebotsvielfalt
- kaum regionaltypische Gastronomie
- zu wenig engagierte Gastronomie im Hinblick auf regionaltypische Besonderheiten

Entwicklungshemmnisse:
- Verstädterung der Dörfer
- Entstehung von Kulturruinen
- Idetitätsverlust
- negative Berichterstattung
- Kürzung professioneller Kulturangebote aus finanziellen Gründen


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