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LEADER+ und die neuen Mitgliedstaaten der EU

Diese Daten sind nicht mehr aktuell, besuchen Sie bitte: http://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/partner/europaeische-netzwerke/netzwerk-laendl-entwicklung/mitgliedstaaten/

 

LEADER+ und die neuen Mitgliedstaaten der EU

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Ansprechpartner für LEADER-ähnliche Maßnahmen in den neuen EU-Staaten

Estland

Ministry of Agriculture Estonia
Rural Development Department
Ave Bremse

39/41 Lai St
15056 Tallinn
Tel.: +372 - 625 61 28
Fax:
ave.bremse@agri.ee
www.vilep.pri.ee/leader/

In Estland ist das Landwirtschaftsministerium zuständig für die Umsetzung LEADER-ähnlicher Maßnahmen. Diese Maßnahmen beinhalten Wissensvermittlung und Einführung integrierter ländlicher Entwicklungsansätze. Das "Estonian Agricultural Registers and Information Board" ist Zahlstelle. Es wurden im August 2006 insgesamt 24 LAGs ausgewählt, die in Form von NGOs (Non-governmental organisation) organisiert sind und 90 Prozent der Landesfläche abdecken. In einigen Fällen sind die LAGs aus bereits bestehenden Rechtsformen hervorgegangen. Nur bei drei dieser LAGs werdend die Entwicklungsstrategien über LEADER finanziert. Bereits vor LEADER gab es in Estland eine ländliche Entwicklungsstragie, die leaderähnlich umgesetzt wurde. Weiterhin gibt es die estnische Dorfbewegung KODUKANT; ein Zusammenschluß von NGOs, die Ehrenamtliche und gemeindeorientierte Organisationen vereint, die an der ländlichen Entwicklung Estlands interessiert sind. 2002 wurde von KODUKANT das Projekt E-Villages ins Leben gerufen als Teilprojekt von SAPARD. Im August 2005 wurde ein Leader-Informationszentrum mit folgenden Aufgaben eingerichtet: Information über die Maßnahmen der Kategorie Leader+, ein Beratungs- und Expertise-Service für potenzielle LAG-Bewerber, Aufbau und Pflege einer Leader-Website, Organisation von Fortbildungsveranstaltungen und Seminaren sowie die Ausarbeitung von Informationsmaterial. Das Zentrum wird auch für die nationale und transnationale Vernetzung zuständig sein. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ave Bremse. In der neuen Förderphase werden alle 24 LAGs dabei sein.

Übersichtskarte und Liste der estnischen Aktionsgruppen als Pdf

Estland

Leader Information Center

Mrs. Kairi KELLl

Tuglase 13
51 014 Tartu
Tel.: +372 7421771
Fax:
leader@mai.ee
www.leader.agri.ee


Lettland

Ministry of Agriculture

Nina Rakstina

Republikas laukums
 Riga, LV-1981
Tel.: +371 7027 393
Fax:
Nina.Rakstina@zm.gov.lv

Das lettische Landwirtschaftsministerium hat hinsichtlich der Umsetzung der Leader+-ähnlichen Maßnahmen eine Informationskampagne für alle Interessenvertreter (Partnerschaften, Nichtregierungsorganisationen, Kommunen und Unternehmer) begonnen. Ebenso wurde eine Arbeitsgruppe mit Experten aus Regionalentwicklungsagenturen eingerichtet, um ein nationales Programm aufzustellen. Im Juni wurde die Körperschaft ausgeschrieben, die die Untermaßnahme "Erwerb von Qualifikationen" umsetzen soll. Neunzehn Partnerschaften, die den Anforderungen von Leader entsprechen, sind in Lettland nun rechtsgültig gegründet - das bedeutet einen guten Start für das nationale Programm. In der nächsten Förderphase wird mit 35 LAGs gerechnet unter denen auch die 19 bereits ausgewählten sein werden.


Lettland

Inoffizielle Vernetzungsstelle
The Latvian Rural Forum
Herr Valdis Kudins


 
Tel.: +371 9 25 86 75
Fax:
valdis.kudins@dautkom.lv
www.llf.partneribas.lv


Litauen

Centre of LEADER Programme and Farmers' Training Methodology
Vernetzungsstelle Litauen
Jurate Spruntuliene


 
Tel.: +370 5 239 1356
Fax:
jurates@zum.lt
www.leaderplus.lt


Litauen

Ministry of Agriculture
Zemes Ukio Ministerija
Sigute Ramanauskaite

Gedimino pr. 19 (Lelevelio 6)
01103 Vilnius-25
Tel.: +370 5 239 8416
Fax: +370 5 239 1212
SiguteR@zum.lt
www.leaderplus.lt

Es wurden 10 Lokale Aktionsgruppen ausgewählt, die insgesamt 35 Prozent der ländlichen Region abdecken. Die Organisationsstruktur der Lokalen Aktionsgruppen sieht vor, dass mindestens 50 Prozent des Vorstandes Vertreter von Sozial- und Wirtschaftspartnern und Vereinen sind, nur 25 Prozent Vertreter des öffentlichen Bereichs und 25 Prozent Vertreter der Privatwirtschaft. Die Lokalen Aktionsgruppen müssen als Verein eingetragen sein und eine klare Organisationsstruktur haben. Die LEADER-Maßnahmen haben sich in Litauen bis jetzt auf den Erwerb von Kompetenzen konzentriert, darunter Studien zum lokalen Raum, territoriale Diagnose, Evaluierung und Entwurf von integrierten Pilotstrategien, Ausbildung von Akteuren in den Kommunen, Verbreitung von Informationen und Publikationen. Es gibt auch eine Serie von Kursen, die die Implementierung von Leader-Maßnahmen betreffen. Dazu gehörte auch eine Einführung in die Erfahrungen der Iren mit Leader und die Ausbildung von LAG-Vertretern im Entwerfen von integrierten Strategien zur ländlichen Entwicklung. Um die Integration des Bottom-up-Prinzips in die litauische Politik zur ländlichen Entwicklung zu gewährleisten, hat das Landwirtschaftsministerium eine Koordinierungsgruppe mit LAG-Vertretern, Forschungsinstituten und lokalen Regierungsstellen eingerichtet. Zur Verbreitung von Informationen und um Aufmerksamkeit zu wecken, wurde eine unabhängige nationale Leader-Website eingerichtet. Sie enthält Informationen über Leader+ ähnliche Maßnahmen in Litauen und Nachrichten aus anderen Mitgliedstaaten und stellt mit einigen Seiten in englischer Sprache ein nützliches Werkzeug für transnationale Kooperation dar. Kooperationsprojekte werden erst in der nächsten Förderphase unterstützt. In der neuen Förderphase sollen ca. 50 LAGs ausgewählt werden. Ob darunter die 10 bereits bestehenden sind, ist noch offen.


Malta

Ministry of Agriculture and Rural Development

Toni Meli

Barriera Wharf
 Valletta CMR 02.
Tel.: +356 2590 4181
Fax: +356 2590 4180
toni.j.meli@gov.mt
www.mrae.gov.mt

Aufgrund seiner hohen Bevölkerungsdichte und seines kleinen landwirtschaftlichen Sektors unterschiedet sich Malta von den anderen neuen Mitgliedstaaten. Derzeit hat Malta keine Leader+ ähnlichen Maßnahmen, aber es wird eine Leader- Achse als Teil seines Planes zur ländlichen Entwicklung 2007-2013 haben. In Vorbereitung auf die Einführung der Leader-Methode in Malta sucht das Ministerium für ländliche Angelegenheiten und Umwelt nach Wegen, mit etablierteren Leader+ Praktikern anderswo in der EU Verbindung aufzunehmen.


Polen

Ministry of Agriculture and Rural Development

Inga Kolomyjska

30, Wspólna Street
00-930 Warsaw
Tel.: + 48 - 22 - 623 16 65
Fax: +48 - 22 - 623 20 51
inga.kolomyjska@minrol.gov.pl
www.minrol.gov.pl

Die Verwaltungsbehörde für die Leaderähnlichen Maßnahmen in Polen ist das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Allerdings wurde die Ausführung an die Stiftung für Hilfsprogramme für Landwirtschaft (FAPA) übertragen, die für das Sammeln von Förderanträgen und die förmliche Projektevaluation zuständig ist. Ab Anfang des Jahres 2006 werden sukzessive 80 Lokale Aktionsgruppen ausgesucht. Während der ersten Phase der Maßnahme "Erwerb von Qualifikationen" wurden bereits viele ländliche Partnerschaften gebildet. Dabei wurden 174 Antragsteller aus den verschiedenen Regionen des Landes ausgesucht. Die Maßnahme wird Ausbildung, Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit und die Formulierung von lokalen Entwicklungsstrategien finanzieren. Darüber hinaus ist kürzlich eine nationale Vernetzungsstelle gegründet worden. Bisher wurde eine Vorauswahl der LAGs getroffen. Bis Ende Mai sollen die potenziellen LAGs ihr REK abgegeben haben. Die endgültige Auswahl soll Ende September erfolgen. In der nächsten Förderphase rechnet man mit ca. 200 LAGs.

Eine Karte und Liste der polnischen Aktionsgruppen gibt es unter: www.agro-info.org.pl/...

Polen

Vernetzungsstelle LEADER
Foundation of Assistance Programmes for Agriculture FAPA
Andrzej Halasiewicz

Ul. Wspolna 30
00 - 930 Warsaw
Tel.: +48 (0) 22 623 19 01
Fax: +48 (0) 22 623 19 09
a.halasiewicz@fapa.com.pl
www.leaderplus.org.pl

Die Vernetzungsstelle LEADER+ wurde im Dezember 2006 ins Leben gerufen. In Polen sind aktuell 170 LAGs ausgewählt.


Slowakei

Ministry of Agriculture

Jan Benadik

Dobrovicova 12
 Bratislava 81266
Tel.: +421 2 59 266 510
Fax: +421 2 59 266 499
jan.benadik@land.gov.sk
www.mpsr.sk/index.php


Slowakei

Agency for Rural Development

Viera Paucirova

Akademicka 4
949 01 Nitra
Tel.:
Fax:
nora.gyureova@land.gov.sk
www.arvi.sk

Die Slowakei hat den Leader-Ansatz nicht in ihrem sektoralen operationellen Programm für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in den Jahren 2004-2006 umgesetzt. Es konnten aber leader-ähnliche Aktivitäten im Rahmen der technischen Hilfe durch SAPARD realisiert werden. Diese Aktivitäten führten zur Entwicklung sogenannter Mikroregionen, die als Dorfgemeinschaften oder zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiten und auf gemeinsamen geografischen, historischen, kulturellen oder ökonomischen Charakteristika basieren. Die ersten wurden mitten der 90er Jahre ins Leben gerufen und haben bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Aktivitäten und Projekten auf die Beine gestellt.


Slowenien

Ministry of Agriculture, Forestry an Food

Janja Kokolj Prosek

Dunajska 56-58
1000 Ljubljana
Tel.: +386 1 478 91 27
Fax: +386 1 478 90 56
janja.kokolj@gov.si
www.gov.si/mkgp/slo/index.php

Als das Land im Jahr 2004 der EU beitrat war das LEADER+ Programm nicht implementiert. Dennoch hat Slowenien viel Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung des Bottom-Up-Konzepts nach Leader-Art in der ländlichen Entwicklung. Das integrierte Programm zur ländlichen Entwicklung und Dorferneuerung, das im Jahr 1991 begonnen hat, basiert auf der aktiven Partizipation der Menschen vor Ort. Rund 300 Projekte waren im Jahr 2003 bei Programmende implementiert. Ein Programm zur ländlichen Entwicklung, das auf dem Leader-Modell beruhte, führte dieses Programm im Jahr 1996 fort und erweiterte es zugleich. Bis jetzt wurden 31 Partnerschaften gebildet, die den größten Teil Sloweniens abdecken und auch in der nächsten Förderphase dabei sein sollen. Diese Gruppen bilden eine gute Basis, um den Leader-Schwerpunkt in der neuen Programmperiode zu implementieren. Die Erwartungen auf lokaler Ebene sind hoch und es gibt den Wunsch, die leader-ähnlichen Maßnahmen so bald wie möglich zu beginnen. Auch wenn es keine Leader+ Fördergelder gibt, werden andere nationale und europäische Fördertöpfe (wie Interreg) genutzt, um Entwicklungsprojekte durchzuführen.


Slowenien

Slovenian National Contact Point for Leader+
c/o Slovenian Rural Development Network
Rosana Cancar

Pregljev trg 2
5220 Tolmin
Tel.: + 386 1448210
Fax:
rosana.scancar@pososki-rc.si

Das slowenische Netzwerk für ländliche Entwicklung agiert als offizielles Netzwerk lokaler Partnerschaften. Es führt verschiedene unterstützende Aktivitäten durch Veranstaltungsorganisation, Information der Mitglieder über Fragen der ländlichen Entwicklung, Teilnahme an internationalen Aktivitäten etc.


Tschechische Republik

Ministry of Agriculture of the Czech Republic

Kamila Matouskova

Tésnov 17
117 05 Praha 1
Tel.: +420 221 812 189
Fax: +420 221 812 165
kamila.matouskova@mze.cz
www.leaderplu.cz

Von den zehn neuen Mitgliedsstaaten ist die Tschechische Republik bei der Einführung Leader-ähnlicher Maßnahmen am weitesten fortgeschritten. Es sind insgesamt zehn LAGs ausgewählt worden, die 6 Prozent der Landesfläche abdecken. 50 andere Regionen sind dabei, ihre Kompetenzen für die ländliche Entwicklung aufzubauen. Die Mittel wurden nach Bevölkerungszahl in jeder LAG-Region aufgeteilt.
Ein nationales Netzwerk der ländlichen Entwicklung - als inoffizielle Vernetzungsstelle - konnte sich bereits etablieren. An dieses kann man sich bei weiteren Fragen zu LEADER+ gerne wenden. In der nächsten Förderphase rechnet man mit 70 LAGs. Erfahrene LAGs werden bei der Auswahl bevorzugt behandelt.


Tschechische Republik

Inoffizielle Vernetzungsstelle:
National Rural Observatory
Jan Fiala


 
Tel.: +420 602 704 525
Fax:
fiala@ecic.cz
www.leaderplus.cz


Ungarn

Földmüvelésügyi és Vidékfejlesztési Minisztérium (Ministry of Agriculture and Rural Development)
Vidékfejlesztési Programok Föosztálya (Department of Rural Development)
Attila Kovács

Kossuth tér 11.
1055 Budapest
Tel.: +36 - 1 - 30 15 924
Fax:
kovacsat@posta.fvm.hu
www.leader.co.hu

Die Implementierung der ungarischen Leader-ähnlichen Maßnahmen begann im Mai 2005. Nach einem landesweiten Vorbereitungsprozess, u.a. mit Schulungen für Lokale Aktionsgruppen, begann im Juli 2005 nach einem Aufruf zur Bewerbung ein Auswahlprozess in zwei Runden. 186 LAGs folgten dem Aufruf und nach zwei Runden im November und im März diesen Jahres wurden schließlich 70 LAGs ausgewählt. Diese LAGs repräsentieren 920 Dörfer mit einer Gesamtbevölkerung von 1,5 Millionen Menschen.Jede LAG wird etwa 360 000 bis 380 000 Euro Finanzhilfen bekommen.Mit der Auswahl der LAGs kam die Gelegenheit für transnationale Kooperationsprojekte. Im April diesen Jahres wurde das ungarische Leader-Zentrum (die nationale Vernetzungsstelle) eingerichtet und begann ihre Aktivitäten. Eine der Hauptaufgaben des Zentrums ist es,die internationale Kooperation zu verstärken und den ungarischen LAGs dabei zu helfen, sich mit anderen LAGs in Europa zu vernetzen. Ob die ausgewählten LAGs in der nächsten Förderphase wieder dabei sein werden, ist noch offen.


Ungarn

LEADER Contact Point Hungary

László Simon

Károly krt 5. V/4.
1075 Budapest
Tel.: +36-1-555-5434
Fax: +36-1-555-5433
lsimon@leader.co.hu
www.leader.co.hu


Zypern

Ministry of Agriculture, Natural Ressources and Environment

Maria Neocleous

Loukis Akritas Ave.
2522 Lefkosia (Nicosia)
Tel.:
Fax:
mneocleous@da.moa.gov.cy
www.cyprus.gov.cy/cyphome/govhome.ns

Zypern hat derzeit kein Leader-Programm. Das liegt daran, dass der EU-Beitrittsvertrag die Anerkennung und Förderung von Leader-ähnlichen Maßnahmen auf Regionen mit dem Ziel 1-Status begrenzt hat - solche Regionen gibt es auf Zypern nicht. Dennoch bereitet das Land die Einführung von Leader ab 2007 mit einer Informationskampagne und Aktionen zum Aufbau von Kapazitäten für ländliche Akteure vor. Das Ziel ist, die Leader-Philosophie zu verbreiten, indem man die lokale Partizipation in künftigen ländlichen Entwicklungsstrategien unterstützt.


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