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Gebietsübergreifende Zusammenarbeit zwischen ländlichen Gebieten in LEADER+: Potenziale, Methoden, Erfahrungen Tagung im Rahmen der Euregia 2004, 28. Oktober 2004 in Leipzig
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Stärker als in den bisherigen Förderperioden setzt die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ auf nationale und europaweite Kooperationen zwischen ländlichen Regionen. Dabei ist die nationale Zusammenarbeit von LEADER+ Regionen in vielerlei Hinsicht die "einfachere" Variante. Es gibt keine sprachlichen oder kulturellen Barrieren, die Distanzen zwischen den Gruppen sind meist gering, und die Verwaltungsverfahren ähneln sich. Die Erfahrung mit LEADER II zeigt, dass solche Kooperationsprojekte meist erst gegen Ende der Förderphase mit wachsender Erfahrung aller Beteiligten angestrebt werden.
Bei allen "flächenintensiven" Vorhaben wie Skater-Routen, Reit- oder Radwanderwegen erschließt sich der Sinn solcher Kooperationen sofort. Doch gibt es auch weniger räumlich orientierte, thematische Projektkooperationen, die von Vorteil für alle beteiligten Regionen sind. Hierzu, zur Vorgehensweise der Projektpartner und zu Unterstützungsstrukturen, die von Seiten der Verwaltung oder von Lokalen Aktionsgruppen in Eigenregie aufgebaut wurden, wurden die Projektträger und beteiligten Akteure auf der Tagung informiert.
Auf einem "Marktplatz" für gebietsübergreifende LEADER+ Kooperationsprojekte konnten die Teilnehmer außerdem eigene Projekte präsentieren und weitere kennen lernen, Erfahrungen austauschen und Partner suchen.
EUREGIA - Regionalentwicklung in Europa, Fachmesse und Kongress LEADER+ Messestand, 27. bis 30. Oktober 2004, Leipzig
Die Deutsche Vernetzungsstelle stellte die Gemeinschaftsinitiative LEADER+ vor und zwei LEADER+ Regionen: Fläming-Havel aus Brandenburg und die Mecklenburger Schaalseeregion präsentierten ihre Regionalentwicklungsansätze auf dem Messestand.
Fachseminar: Erneuerbare Energien - zwischen Produktinnovation und Regionalentwicklung 22. bis 24. September 2004 in Delitzsch
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"Grüne Energien" sind mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im August 2004 noch attraktiver geworden - als Forschungs-, aber auch als dynamischer Wirtschaftsbereich. Ein von der LAG Delitzscher Land veranstaltetes Seminar gab einen guten Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten regenerativer Energiequellen.
Mehr als 50 Akteure waren der Einladung der Lokalen Aktionsgruppe - Delitzscher Land zum Seminar "Erneuerbare Energien - zwischen Produktinnovation und Regionalentwicklung" Ende September gefolgt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem Überblick über die technischen Möglichkeiten der Energieerzeugung. Dafür wurden die verschiedenen Energieträger in die Bereiche Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung unterteilt und anschließend nach Verfahren und Entwicklung in den vergangenen fünf bis 20 Jahren, Betriebssicherheit der Anlagen sowie noch ungenutzten Erzeugerpotenzialen kurz vorgestellt sowie ihr Beitrag zur Regionalentwicklung erläutert. Keine leichte Kost - doch erhielten so alle Teilnehmer einen guten Überblick und die Möglichkeit, "ihren" Aktionsbereich in den größeren Kontext einzuordnen.
Von der Theorie zur Praxis Anhand der Bioenergieregion Göttinger Land und des Modelldorfes Erneuerbare Energien Hohenroda wurden anschließend die ersten Schritte der Projektrealisierung präsentiert:
- Das Thema in der Region zu bewerben und die interessierten Bürger und die relevanten Verbände und Institutionen frühzeitig in die Diskussion einzubinden;
- Mögliche Varianten durchzuspielen und zu präsentieren;
- In den Kommunen Entscheidungen für die Projektidee herbeizuführen - hierbei spielen Fördermöglichkeiten eine wichtige Rolle;
- Träger und Unterstützungsstrukturen zu gewinnen bzw. aufzubauen.
Für den Erfolg in dieser Projektphase tun bekannte Schirmherren wie Ernst Ulrich Weizsäcker oder Hermann Scheer ein Übriges. Die technische Umsetzung spielt erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Rolle.
Eigene Erfahrungen eingebracht Als nächster Schritt folgte die Vertiefung der Biomasse- und Sonnenenergie-Nutzung in Arbeitsgruppen. Nach einem weiteren Input zum Thema Technik wurden ausgewählte Projekte der Teilnehmer analysiert bzw. weiterentwickelt und anschließend im Plenum besprochen. Vorgestellt wurden unter anderem Agronetzwerke als Grundlage für die Erzeugung von Biokraftstoffen auf regionaler Ebene, der Aufbau von Bürgersolarkraftwerken und ein Energiekonzept für eine multifunktional genutzte Domäne. Zur Orientierung dienten Kriterien, die den Aufbauphasen der Projekte entsprechen: Akteurs- und Bürgeraktivierung, Organisationsform und Trägerstruktur, Finanzierung und Investorensuche, Vertragsgestaltung, Realisierungsebene und Technik. So konnten sich alle Teilnehmer an den für sie interessanten Punkten einbringen.
Wie kann gefördert werden? Mit Blick auf Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien informierte ein Referent über das Marktanreizprogramm und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG); Letzteres ist bereits Grundlage für die Förderprogramme einiger Länder. Nach dem Vortrag wurde heiß über Stofflisten für die Biomassenutzung oder Möglichkeiten zur Umstellung von Altanlagen auf nachwachsende Rohstoffe diskutiert.
Eine Exkursion rundete das Seminar ab. Besucht wurden eine Tagebaufolgelandschaft und verschiedene Modellprojekte - von Brennstoffzellen beheizte Wohnblöcke, Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden oder die Biogasanlage Hohenroda. Von Projekt zu Projekt wurde dabei die Vision des Delitzscher Landes "Von der Braunkohleregion zur modernen Energieregion" deutlicher. Die gute Stimmung während der gesamten Veranstaltung ist vor allem auf das gelungene Rahmenprogramm zurückzuführen. Was zusätzlich motivierte: Den Teilnehmern war schnell klar, dass sie gemeinsam an einem "heißen" Thema arbeiten.
Von der Antragsbegleitung bis zur Bewilligung - Erfahrungen und Probleme in der Praxis Tagung und Open-Space-Veranstaltung für Bewilligungsstellen und betreuende Verwaltungen in LEADER+, 1. bis 3. September 2004, Gotha
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Nach der guten Resonanz im vergangenen Jahr fand auch die diesjährige Open-Space-Veranstaltung für Bewilligungsstellen großen Anklang. Eines der Ergebnisse: Wer Anträge erfolgreich auf den Weg bringen will, braucht Routine, einen guten Draht zu den LAGs und fachlichen Austausch.
Unter dem Thema "Von der Antragsbegleitung bis zur Bewilligung - Erfahrungen und Probleme in der Praxis" fand vom 1. bis 3. September in Gotha ein Open Space statt, zu dem sich im Vorfeld folgende Fragen herauskristallisiert hatten: Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es bereits bei der Antragsentwicklung, und wie kann interne Unterstützung bei offenen Fragen organisiert werden? Hierzu wurden Herangehensweisen und Unterstützungsstrukturen von und für Bewilligungsstellen in Kurzvorträgen vorgestellt.
Den Anfang machte eine Einführung in haushaltsrechtliche Grundlagen bei der Auftragsvergabe und deren Wirkungen auf das Zuwendungs- und Vergaberecht. Hier wurde auch auf die Wirkung der Richtlinien für den Mittelempfänger eingegangen - als Grundlage für alle Bundesländer und unabhängig von der Verwaltungsstufe (Ministerium, mittelbare Landesbehörde oder Kommunalbehörde).
Mit der Routine kommt der Spaß Aus der Sicht einer Bewilligungsstelle wurde anschließend die Antragsvorbereitung erläutert. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Vorgehensweise bei der Initiierung und Abstimmung der Einzelprojekte mit Bewilligungsstelle, Aktionsgruppe und Geschäftsführung. Bestimmten Projektarten wurden typische Problemfelder zugeordnet. Besonderes Gewicht lag dabei auf der Darstellung der frühzeitigen, schrittweisen Anpassung der Anträge in Hinblick auf Finanzpläne und förderrechtliche Bestimmungen. Das Fazit: LEADER ist - vor allem aufgrund der zahlreichen Ausnahmen - nichts für Anfänger. Mit Routine im Fördergeschäft, einer guten Partnerschaft zu den LAGs und gutem fachlichen Austausch mit Kollegen in den andere Bewilligungsstellen macht LEADER aber Freude.
Alleine zu einsam? Als Abschluss der Vorträge wurde das bayerische LEADER-Modell mit den neun bayerischen "LEADER-Managern" vorgestellt. Diese sind ganz offiziell als Schnittstellenmanager zwischen Bewilligung, Ministerium und Lokalen Aktionsgruppen installiert. Eine Querschnittsaufgabe, die ohne Austausch untereinander schwer zu meistern ist; hier kann man sich schnell alleine fühlen. Die "Manager" sind Moderatoren, prüfen die LEADER-Konformität, stellen Kontakte zu Förderstellen her und sind bei der Projektentwicklung und Antragstellung behilflich. Seit zwei Jahren bietet ihnen das von einigen Kollegen ins Leben gerufene "Bayerische Netzwerk der LEADER-Manager" Unterstützung. Hier werden aktuelle Probleme offen besprochen, zwischen den Treffen auch mal über Telefon. Das hilft, Zeit zu sparen und gibt auch mehr Sicherheit bei der Projektabwicklung.
Teilnehmer am Zug Nach diesen Impulsen wurden im Open Space 11 Themen gesammelt und in Arbeitskreisen diskutiert. Die Fragen reichten von der Abwicklung transnationaler Projekte über das Maß der für LAGs förderfähigen Öffentlichkeitsarbeit bis zu "N+2 - wie geht´s?". Es gab aber auch perspektivische Themen: Wie kann Hartz IV in den LEADER+ Prozess eingebunden werden, wie können Musterlösungen zu Förderungen bekannt gemacht werden, welche Möglichkeiten gibt es, den Bottom-Up-Ansatz nach 2006 weiterzuführen und wie müssen zukünftige Arbeitsstrukturen der Bewilligungsstellen aussehen, wenn Regionalentwicklungsansätze in breiter Front in die Regelförderung kommen?
Ein Ergebnis der Diskussionen ist der Auftrag an die Deutsche Vernetzungsstelle, ein LEADER-Online-Forum einzurichten, in dem solche Fragen diskutiert werden können; für Ende Dezember ist der Startschuss geplant!
Fachseminar: Kulturelles Erbe in der Regionalentwicklung - erkunden, entwickeln, in Wert setzen 16. bis 18. Juni 2004, Kloster Heiligkreuztal (Oberschwaben)
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Das materielle und immaterielle kulturelle Erbe einer Region ist ein wichtiger Bezugspunkt, auf den die Regionalentwicklung zurückgreifen kann. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die Kenntnis der Ausgangssituation und deren Bewertung in Hinblick auf die Projektentwicklung. Um Partner und finanzielle Unterstützung für besonders entwicklungsfähige Vorhaben in der Region gewinnen zu können, müssen die angestrebten Ziele und Wirkungen frühzeitig und griffig dargestellt werden. Nicht nur der Erhalt, sondern auch die Nutzung und Fortentwicklung sind im Sinne einer Inwertsetzung gefragt. Dies muss nicht zwangsläufig heißen, dass sich Projekte selbst tragen müssen. Kulturprojekte haben vielfältige Wirkungen, die auf längere Sicht - neben Wertschöpfung und Arbeitplätzen - auch die regionale Identität sowie das Innen- und Außenmarketing betreffen.
Das Fachseminar griff diese Themen auf. Es wurde diskutiert, welche Rolle die Kultur jetzt und für die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume spielt und wie man methodisch an die Entwicklung von regional eingebundenen, kulturellen Projekten herangehen kann. Hierzu wurden im Seminar und in der abschließenden Exkursion Fallbeispiele vorgestellt, aber auch Projektansätze aus der Teilnehmerschaft diskutiert. Welche Trägerstrukturen sich entwickeln lassen und wie man an Mittel bzw. weitere Fördermöglichkeiten kommen kann, waren ebenso wie die wissenschaftliche Aufbereitung und kulturtouristische Vermarktung Themen des Seminars.
Schulung: Managen und Moderieren von Arbeitsgruppen für LAG-Manager und Arbeitskreisleiter 13. - 14. Mai 2004, Gotha
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Ziel der Schulung war es, LAG-Manager und Arbeitskreisleiter für den Umgang mit Gruppen zu stärken. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einer Auswahl an situationsbezogen einsetzbaren Moderationstechniken und dem Methodenwechsel. Diskutiert wurde wie Arbeitskreissitzungen mit Blick auf mittel- und längerfristige Ziele vorbereitet werden können und welche Möglichkeiten es gibt, Arbeitskreise dauerhaft attraktiv zu erhalten. Themen wie "Gruppenprozesse erkennen und beeinflussen", "mit Konflikten umgehen" und "die Entscheidungsfindung beschleunigen" waren in den Moderationskontext eingebettet. Die Inhalte wurden praxisnah mit Übungen transportiert.
Workshop: Fortschreibung Regionaler Entwicklungskonzepte 22. - 23. April 2004, Gotha
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Die meisten LEADER+ Aktionsgruppen wurden vor etwa zwei Jahren benannt. Viele Gruppen waren damals - nach einer mehr oder weniger langen Vorlaufzeit _ mit recht konkret ausformulierten Regionalen Entwicklungskonzepten und dahinterstehenden Projekten angetreten.
In der anschließenden Umsetzungsphase hat sich manches anders entwickelt als geplant. Sei es die beteiligten Akteure oder die Projekte betreffend. In einer Zeit, in der Zwischenbilanz gezogen wird durch die Zwischenbewertung auf Landes- und EU-Ebene oder auch aus eigenem Antrieb mit einer Selbstevaluierung, liegt es nahe, über die zukünftige Gestaltung der Regionalen Entwicklungskonzepten nachzudenken. Ziel ist die Anpassung an die Gegebenheiten unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Vergangenheit. Gleichzeitig soll, durch die Aktualisierung des Regionalen Entwicklungskonzepts, die zukünftige Arbeit unterstützt werden.
Ausgehend von einer Bestandsaufnahme und Diskussion der verschiedenen Funktionen eines Entwicklungskonzeptes vor Ort wurden im Rahmen des Workshops Methoden vorgestellt und diskutiert, die helfen das Regionale Entwicklungskonzept zu überarbeiten und gegebenenfalls die angestoßenen Prozesse neu auszurichten. Auch der Schritt dies in der Region bekannt zu machen wurde besprochen. An Fallbeispielen wurden verschiedene Vorgehensweisen diskutiert.
Kooperationen von Unternehmen: Ein Plus für die Regionalentwicklung Beitrag aus dem [>> LEADERforum 1.2004] von Jan Swoboda
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Gerade kleine Unternehmen profitieren von Kooperationen. Solche zu initiieren und zu begleiten ist eine wichtige Aufgabe des Regionalmanagements. Diesem Thema widmete sich ein Seminar der Vernetzungsstelle vom 17. bis 19. März 2004 in Schotten im Vogelsberg.
Kleinunternehmen im Handwerk sind typisch für den ländlichen Raum. Sie sind verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Partnern angewiesen: um Auftragsspitzen zu meistern, komplexe Aufträge abwickeln zu können, sich gemeinsam zu vermarkten oder voneinander zu lernen.
Häufig entspricht jedoch die Einsicht in die Vorteile einer Kooperation nicht dem Handeln. Aktuelle, branchenübergreifende Studien belegen: Mehr als 80 Prozent der Betriebe erkennen den Nutzen, doch nur 14 Prozent kooperieren. Immerhin ein Viertel der Unternehmen arbeitet gelegentlich im losem Zusammenhalt mit anderen. Nicht der optimale Weg, um neue Märkte zu erschließen.
Wünsche wie "ich bleibe selbstständig", aber auch Vorbehalte wie "kostet eh nur Geld" und Konkurrenzdenken gilt es zu überwinden. Ist die Idee formuliert, müssen die passenden Partner gefunden werden. Doch dies ist - das wurde auf dem Seminar deutlich - das größte Problem.
Hier kann das Regionalmanagement ansetzen: Es kann die Ausgangssituation und den Bedarf ermitteln, gezielt Treffen initiieren und moderieren. Dies sollte möglichst in Abstimmung mit den Kammern und Verbänden geschehen. Ziel ist es, Wertschöpfungsketten in der Region zu halten und die Unternehmer für die Belange der Regionalentwicklung zu gewinnen. Denn sie verfügen über nützliche Erfahrungen und Kontakte und zeigen, wie Projekte erfolgreich abgewickelt werden können.
Kooperation braucht einen Anlass, Fördermittel alleine reichen nicht. Die Erfahrungen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Vogelsberg zeigen, dass Angebote abseits von Marktzwängen den Zugang zu Kooperationen erleichtern. Dies können beispielsweise gemeinsame Qualifizierungen oder Werbegemeinschaften sein. Zu bedenken ist aber auch, wer durch die Zusammenarbeit eventuell benachteiligt wird und welche Konsequenzen das Scheitern des Projekts für das eigene Standing in der Region und für zukünftige Kooperationen mit ähnlicher Zielrichtung haben könnte.
In Arbeitsgruppen gingen die Teilnehmer folgenden Fragen nach: Welche Anforderungen sind an die Partner zu stellen? Wie kann deren Kooperationsfähigkeit eingeschätzt und das gemeinsame Projekt entwickelt werden? Dabei galt es auch zu klären, wie weit das LAG-Management die Prozesse begleiten kann. Die detaillierte Konzeption, die Gründung und das Management sind von den Kooperationspartnern und gegebenenfalls von Beratern zu leisten. An diesem Punkt sollten sich die LAG-Manager vom Projekt abgrenzen und die Verantwortung den Kooperationspartnern überlassen.
Auch Fördermöglichkeiten wurden vorgestellt: Neben Programmen für die neuen Bundesländer waren dies das bundesweite PROgramm INNOvationskompetenz mittelständischer Unternehmen und InnoNet - Förderung von innovativen Netzwerken, in die auch Hochschulen und die Wissenschaft eingebunden sind.
Weiterhin wurde diskutiert, wie man sich der Zielgruppe nähern kann: beispielsweise über Unternehmerstammtische, Tagungen, Workshops zur Ideenfindung oder "Visitenkarten-Events". Dabei muss jedoch immer berücksichtigt werden, dass die Regionalmanager in einem politisch beeinflussten Umfeld agieren.
Viel Theorie, aber auch immer wieder der Bezug zur Praxis. So wurden anhand von Projektbeispielen aus der Teilnehmerschaft Skizzen für den Aufbau von Kooperationen erarbeitet: für eine von Waldbauernverbänden initiierte Holzvermarktung, für neue Ansätze zum altersgerechten Wohnen und für die Entwicklung einer Dachmarke mit Qualitätssicherung. Und auf der abschließenden Exkursion erhielten die Teilnehmer viele praxisnahe Informationen zum Aufbau regionaler Kooperationen und zu dabei auftretenden Schwierigkeiten.
Selbstevaluierung, aber wie? Beitrag aus dem [>> LEADERforum 1.2004] von Jan Swoboda
[>> Programm als Download] [>> Übersicht von Materialien und Beiträgen zur Evaluierung]
Warum sind (Selbst-)Evaluierungen notwendig? Welche Ziele stehen im Blick, welche Methoden bieten sich an? Diesen Fragen ging ein Workshop der Vernetzungsstelle vom 12. bis 13. Februar 2004 in Heidelberg nach.
Evaluierung - damit verbinden viele Bedenken wie "zu zeitintensiv" und "zu unkonkret". Die Selbstevaluierung Lokaler Aktionsgruppen (LAGs) wird jedoch in einigen Landesprogrammen gefordert oder den LAGs nahe gelegt, allerdings ohne Vorgaben, welche Bereiche bewertet und welche Methoden angewandt werden sollen.
Was will ich erreichen?
Zu Beginn des Workshops diskutierten die Teilnehmer vor dem Hintergrund ihrer Arbeitssituationen die Zielrichtung einer Evaluation:
- Wie viel Zeit und Geld kann ich investieren?
- Was interessiert mich für die Optimierung meiner Arbeit besonders: die internen Prozesse, die Akzeptanz der Arbeit in der Region oder zum Beispiel die Umsetzungsmodalitäten bei den Projekten?
- Wen will ich einbinden, wen mit den Ergebnissen erreichen?
- Soll das Verfahren über einen längeren Zeitraum fortgeführt werden oder nur als Zwischenbilanz dienen?
Welche Methode ist die passende?
Entsprechend unterschiedlich sind auch die einzusetzenden Instrumente. Sie reichen von zielgruppenspezifischen "Kundenbefragungen" über Bilanzworkshops im Rahmen der LAG bis zu Projektcontrolling und -steuerung. Entscheidend ist, was hilft. In jedem Fall sollte man die geleistete Arbeit dokumentieren.
Eine Selbstbewertung muss keine einmalige Aktion sein, sie kann auch als kontinuierliche Qualitätssicherung dienen. Vorrangig wurden Methoden vorgestellt, die sich einfach in den Tagesablauf integrieren lassen und leicht zu organisieren sind. Aber auch von komplexeren Methoden konnten die Teilnehmer in Gruppenarbeiten einen ersten Eindruck gewinnen. Am zweiten Tag bestand zudem die Möglichkeit, sich von den Trainern individuell beraten zu lassen. Abschließend wurden alle Methoden bezüglich Art, Zielsetzung, Beteiligung, Aufwand und Häufigkeit, Stärken und Schwächen sowie Situationsbezug diskutiert.
LEADER auf der Internationalen Grünen Woche 2004 in Berlin
Vom 16. bis 25. Januar 2004 fand die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Den Besuchern wurde nicht nur ein buntes Spektrum an internationalen Spezialitäten geboten. Sie konnten sich auch zu Neuheiten im land- und ernährungswirtschaftlichen Sektor informieren oder sich von der Vielfalt der Regionen überzeugen. Auch LEADER+ war wieder dabei. Die Deutsche Vernetzungsstelle präsentierte die Gemeinschaftsinitiative LEADER+ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.
Nicht nur in Form "nüchterner" Informationen, sondern auch an Hand anschaulicher Beispiele aus der Praxis: Projekte aus den Regionen Dahme-Heideblick (Brandenburg) und Mecklenburgische Seenplatte - Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) stellten sich am Stand der Vernetzungsstelle und auf der Bühne der Landschau vor. [>> Infos zur Landschau auf der Website der Agrarsozialen Gesellschaft]
Die Bund-Länder-Halle, in der sich der Messestand befand, stand unter dem Motto "Leben auf dem Lande". Natur und Kultur, Tourismus und regionale Spezialitäten waren dabei zentrale Themen.
[>> zu den geplanten Veranstaltungen]
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